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Herzlich willkommen! 

Liebe Besucher!

Vielleicht kennen Sie das auch: Sie fühlen sich ganz klein, ausgenutzt, ausgepowert - und denken, alles bricht auf Sie herein.

Wir begrüßen Sie herzlich auf der Webpräsenz der

Selbsthilfegruppe LICHTSCHEIN - Depressionen, Mobbing, BurnOut und psychosoziale Folgen

in Konstanz! Schön, dass Sie zu uns gefunden haben und sich über unser Angebot informieren wollen.

Auf unseren Seiten finden Sie Wissenswertes zu den Inhalten der Gruppe, den Leitern, den Terminen und Möglichkeiten, mit uns in Kontakt zu treten.

Scheuen Sie sich nicht, auf uns zuzukommen! Lassen Sie nicht weiter niederdrücken! Wir freuen uns auf Sie! Zögern Sie nicht mit Ihren Fragen und Anliegen! Sollten Sie Interesse haben, über die aktuellen Gruppentermine oder Wissenswertes aus dem Selbsthilfewesen informiert zu werden, können Sie sich auch in unseren Verteiler eintragen lassen.

Nehmen Sie gern Kontakt zu uns auf. Auch Fragen der Medien richten Sie gern über die im Impressum genannten Kontaktdaten an uns.

Herzlich grüßt

Kerstin Kuhny

Gruppenleitung

 


Pressemitteilung zum neuen Psychiatrie-Entgelt-Gesetz und den Zahlen der Deutschen Rentenversicherung über steigende Rentenanträge wegen psychischer Erkrankung

 Mehrere Selbsthilfegruppen im Netzwerk KOMMIT erklären nach den Veröffentlichungen durch die Deutsche Rentenversicherung, wonach 2011 41% der gestellten Erwerbsminderungsrenten-Anträge auf psychische Erkrankungen zurückzuführen seien, und auf die bevorstehende Reform des Entgeltsystems in Psychiatrien ihr Unverständnis über die aus ihrer Sicht völlig falschen Impulse aus der Politik. So meint der Selbsthilfegruppenleiter für Depressionen, BurnOut, Ängste und Zwänge, Dennis Riehle:

„Die statistischen Zahlen der Krankenkassen haben bereits seit Jahren den Anstieg der psychischen Erkrankungen im Allgemeinen benannt. Nun wird zunehmend deutlich, wie die Folgen auch auf den Arbeitsmarkt durchdringen: Belastung und größer werdende Überforderung spiegeln sich in depressiven Erkrankungen, Ängsten und Persönlichkeitsveränderungen wieder; Erschöpfung, Sinnsuche und Resignation fassen sich im sogenannten ‚BurnOut-Syndrom‘ mit unterschiedlichsten psychosomatischen Konsequenzen zusammen. All diese Krankheitsbilder sind Indikator für zunehmende Anpassungsschwierigkeiten der Menschen auf Anforderungen, denen die Psyche und der Organismus nicht mehr gewachsen sind.

Nicht umsonst warnen Wirtschaftsverbände, Gesundheitsorganisationen und Fachgesellschaften schon seit Jahren vor der größten Belastung, die auf das Gesundheits- und Sozialsystem seit langem zurollt: Die bereits heute festgestellten 41% der Anträge auf Erwerbsminderungsrente aufgrund seelischer Störungen sind ein enormer Verlust an Arbeitskraft für die Bundesrepublik. Darüber hinaus stellt die Versorgung dieser Menschen mit ihrem individuellen Leid eine riesige Anforderung an die Versorgungsstrukturen dar. In diesem Zusammenhang ein Entgeltsystem für Psychiatrien auf den Weg zu bringen, das der Realität vollkommen zuwider läuft, ist eine Bankrott-Erklärung der Politik.

Durch die Anpassungen der Vergütungen für psychiatrische Einrichtungen an allgemeinmedizinische Krankenhäuser sinkt die Zahl der vergüteten Behandlungstage auf ein unerträgliches Minimum. Wer versucht, die Behandlungsdauer einer Blinddarmoperation mit der einer Depression gleichzusetzen, ist sich der Schwere psychischer Erkrankungen nicht bewusst. Genau sie sind es, die einer übermäßig langen Begleitung bedürfen, um wieder dauerhafte Stabilität zu gewähren. Seelische Probleme können nicht mit einer einmaligen Aktion  behoben werden; sie brauchen konsequente Zuwendung. Wer die Behandlungszeiten hier kürzt, riskiert eine weiter steigende Zahl von psychisch Erkrankten durch eine anschwellende Rückfallquote.

Psychiatrische Krankenhäuser unter Druck zu setzen, Depressionen in neuerdings 18 Tagen statt wie bisher schon unterdurchschnittlichen 4 Wochen zu ‚heilen‘ und daran die Qualitätsstandards für Kliniken festzuhalten, ist ein Affront gegenüber einer verantwortungsvollen medizinischen Versorgung. Wettbewerb darum, wer seine Patienten am zügigsten entlassen kann, ist dem Patienten, aber auch den Mitarbeitern in Psychiatrien gegenüber ein unwürdiger Zwang, für das sich die Koalition und die befürwortenden Parteien schämen müssen. Auch das Versprechen für eventuelle Nahbesserungen zeugt von Ignoranz: Wie bei den Zahlen für ambulante Psychotherapie-Plätze hat man sich auch bei der neuen Entgeltregelung für Psychiatrien auf Kurzfristigkeit und veraltetes Datenmaterial verlassen, statt von Beginn an eine angemessene Reform durchzuführen.

Als Selbsthilfegruppen nehmen wir seit einigen Jahren einen dramatischen Anstieg an Hilfesuchenden wahr: Vorzeitig entlassene Patienten werden in Gruppen geschickt, um sie dort weiter zu stabilisieren. Die Schuld liegt dabei nicht an den Krankenhäusern, sondern an dem Zeitdruck, der durch Krankenversicherungen und Politik gesetzt wird. Aufgrund der zusätzlich fehlenden ambulanten Therapie-Plätze wenden sich Erkrankte aufgrund von Ratschlägen oder aus eigener Intention immer häufiger in prekären Gesundheitssituationen an uns. Selbsthilfegruppen sind aber kein Ersatz für fachkundige Hilfe! Die Gruppenleiter dürfen und wollen keine Verantwortung übernehmen, die sie nicht tragen können. Teilweise sind dutzende Anfragen von Kranken – gerade auch an den Wochenende und Feiertagen, an denen die betreuenden Dienste nicht erreichbar sind – bei Selbsthilfegruppen keine Seltenheit mehr.

Die ehrenamtliche Tätigkeit wird damit zu einer unüberschaubaren Aufgabe, die nicht wenige Gruppenleiter bereits selbst ins (erneute) ‚BurnOut‘ getrieben hat oder die Lust auf Engagement gänzlich verhagelte. Gleichzeitig werden die Anteile an Fördergeldern durch die Zunahme der Angebote eher geringer, die Privaten Krankenversicherungen zieren sich großteils vor der finanziellen Unterstützung für das Selbsthilfewesen. Der Anspruch an Selbsthilfegruppen, ohne das umstrittene Sponsoring und die Abhängigkeit von Pharmafirmen auszukommen, lässt sich ohne den eigenen Aufwand aus der Tasche der Engagierten kaum noch halten. Zweifelsohne: Wir wollen als Selbsthilfe unseren Beitrag für die Gemeinschaft leisten, deshalb engagieren wir uns. Und wir weisen niemanden ab und kooperieren mit den meisten Kliniken in einem überaus vertrauensvollen Miteinander. Gern begleiten wir Menschen in der Wiedereingliederung, aber auch auf längere Sicht hin. Doch die Psychiatrien fühlen sich selbst oft nicht wohl dabei, eigentlich noch zu schwer Erkrankte wieder ‚auf die Straße‘ setzen zu müssen. Wir solidarisieren uns deshalb ausdrücklich mit den psychiatrischen Einrichtungen und arbeiten weiterhin eng verbunden mit ihnen zusammen.

Deshalb sagen wir: Das Durchwinken von neuen Entgeltsystemen durch Politik und Krankenkassen bei eindeutiger Faktenlage anhand der ermittelten Zahlen ist somit eine unverfrorene Hoffnung darauf, dass Gesundheitswesen, Gesellschaft und Bürgerengagement schon irgendwie mit der Neuverordnung klarkommen werden. Der Staat entzieht sich damit langsam aus seiner grundgesetzlichen Verpflichtung zur ausreichenden gesundheitlichen Versorgung der Menschen in einem Sozialstaat, wobei die Betroffenen psychischer Erkrankungen durch Stigmatisierung, langwierige Behandlung und überdurchschnittliche Not mehrfach zu leiden haben. Die Entwicklung ist inakzeptabel und nicht hinnehmbar.“ 


Pressemitteilung zum Welttag für Seelische Gesundheit 2012

Anlässlich des bevorstehenden Welttages zur seelischen Gesundheit am 10. Oktober 2012 und den Veranstaltungen in den umliegenden Wochen erklärt Dennis Riehle, Sprecherrat im Selbsthilfenetzwerk KOMMIT und Selbsthilfegruppenleiter in den Gruppen zu Depressionen, Zwängen und Phobien, Angst und Panik, Mobbing und BurnOut:

„Der Welttag für seelische Gesundheit macht einmal jährlich darauf aufmerksam, was uns alltäglich neu bewusst wird: Nicht nur die Studien der Krankenversicherungen oder des Gesundheitsministeriums belegen, dass psychische Probleme zu einem der massivsten Probleme im Gesundheits- und Sozialsystem, aber auch für die Wirtschaft werden. Nahezu jeden Tag bekommen wir Meldungen über ‚ausgebrannte‘ Arbeitnehmer und Manager. Die Zahlen von Suchterkrankten sind alarmierend, neurotische und somatoforme Störungen auf dem Vormarsch.

In einer sich wandelnden Zeit müssen sich Patienten und Therapeuten aber auch mit neuen Erscheinungen beschäftigen: War bisher das ‚BurnOut‘-Syndrom noch ein Modebegriff, ist es mittlerweile das ‚iPhone‘-Syndrom, dass um sich greift. Und Demenzen im fortgeschrittenen Alter könnten ebenso der Vergangenheit angehören, glaubt man den Wissenschaftlern, die von digitaler Vergesslichkeit sprechen. Informationsflut und die Erwartungshaltung nach ständiger Erreichbarkeit prasseln auf die Gesellschaft ein und verlangen ihr offenbar etwas ab, woran sie sich evolutionär noch nicht gewöhnt hat und zurecht nicht anpassen will.

Dabei sind all diese Phänomene als Syndrome lediglich der Ausdruck für die immer wieder gleichen zusammenkommenden Symptome: ‚BurnOut‘ ist mehr als eine Depression, aber vielfach ist sie maßgeblicher Bestandteil eines Prozesses aus Überforderung, Zukunftsangst, Sinnsuche und Anpassungsstörung. Wir erleben in unseren Selbsthilfegruppen oftmals die Hilflosigkeit der Patienten, die sich nicht ‚einordnen‘ können. Die üblichen Klassifikationen greifen nicht mehr – und doch sind sie nicht überholt: Was heute in verschiedenen Gesichtern zum Ausdruck kommt, hat seine Wurzeln in lange bekannten psychischen Konflikten, die zu anderen Zeiten andere Gründe hatten. Schwierig bleiben dabei die Diagnosen aus abrechnungstechnischen Gründen oder gegenüber Versicherungen und bei Leistungsansprüchen.

Die Botschaft aus unserer Selbsthilfearbeit lautet daher: Wir heißen jeden willkommen, der sich in seelischer Not befindet. In unseren Gruppen sind wir zumeist Laien, die eigens betroffen sind und nicht nach Schemata fragen. Der Austausch über Beschwerden, Leidenserfahrungen und Erfolgsgeschichten soll das Gefühl des Verstandenseins und der Ermutigung vermitteln – und öffnet vielen Teilnehmern zunächst die Augen, nicht alleine mit dem Problem da zustehen. Wieder in soziale Gefüge zu finden und sich nicht rechtfertigen zu müssen – diese Entlastung können wir dadurch erreichen, dass wir nicht behandeln wollen oder können, sondern im wechselseitigen Anhören und Ratgeben Anschub zu neuer Eigenverantwortung leisten.

Als Selbsthilfenetzwerk mit den entsprechenden Gruppen nutzen wir daher den Welttag der seelischen Gesundheit besonders dafür, Menschen in psychisch schwierigen Lebenslagen anzusprechen, die ihre Situation selbstbestimmt in die Hand nehmen wollen und Orientierung oder Wege suchen, durch Psychoedukation und –hygiene etwas zu verändern. Ärztliche oder fachkundige Begleitung können wir nicht ersetzen, diese aber durch die Annahme im Kreis von Gleichbetroffenen ergänzen. Die Selbsthilfekontaktstelle und die Ansprechpartner der Selbsthilfegruppen im Landkreis Konstanz stehen für Interessierte gerne jederzeit offen.“

Die Selbsthilfekontaktstelle am Landratsamt Konstanz ist erreichbar unter Tel.: 07531/800-1787 oder Mail: info@selbsthilfe-kommit.de. Einen Überblick über die Gruppen gibt es auch im Internet unter www.selbsthilfe-kommit.de. Kontaktperson für die Selbsthilfegruppen zu Depressionen, Zwängen und Phobien, Ängsten und Panik, Mobbing und BurnOut ist Dennis Riehle, Tel.: 07531/955401, Mail: selbsthilfearbeit@riehle-dennis.de, andere Gruppen auf Anfrage.


(c) SHG LICHTSCHEIN Konstanz, ab 2011; Texte: Dennis Riehle

Depression, Mobbing, BurnOut und psychosoziale Folgen
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